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"Duale Ausbildung stärker als Brücke in den ersten Arbeitsmarkt nutzen"

30.07.2015
BA

Im Vergleich zum Vormonat sind die Arbeitslosenzahlen im Juli leicht angestiegen. Das belegen die heute veröffentlichten Arbeitsmarktdaten für den Juli. Demnach sind im Juli 61.000 Menschen mehr arbeitslos als noch im Juni. Die Arbeitslosenquote steigt damit um 0,1 Prozent auf 6,3 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr sind dennoch 99.000 Menschen weniger arbeitslos. Dazu erklärt der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Karl Schiewerling:

 

„Der deutsche Arbeitsmarkt ist nach wie vor robust und bleibt auch im Juli gut aufgestellt. Der leichte Rückgang der Zahlen ist auf die Saisoneffekte und die Sommerferien zurückzuführen. Viele Schulabgänger müssen sich jetzt neu orientieren und sind auf Jobsuche oder warten auf einen Studienplatz. Trotzdem müssen wir die weiteren Entwicklungen am Arbeitsmarkt im Blick behalten.

 

Viele Ausbildungsstellen für das kommende Ausbildungsjahr sind noch nicht besetzt. Die nach wie vor gute Konjunkturlage müssen wir daher als Chance für junge Menschen und ihre Ausbildung begreifen. Das duale Ausbildungssystem in Deutschland ist sehr gut, erfolgreich und für viele andere Länder Vorbild. Duale Ausbildung muss daher auch im Bewusstsein von jungen Menschen, von Eltern wie auch von Gesellschaft und Öffentlichkeit wieder einen höheren Stellenwert erhalten. Momentan machen viele junge Menschen ihr Abitur und gehen dann direkt ins Studium. Die Möglichkeit der beruflichen Ausbildung ziehen immer weniger in Betracht und das, obwohl auch hier die Chancen auf einen sehr guten Beruf mit gutem Verdienst und Aufstiegsmöglichkeiten inzwischen mindestens so gut sind, wie bei einer rein akademischen Ausbildung.

 

Wir als Union wollen daher diejenigen, die eine duale Ausbildung in Betracht ziehen, besonders ermuntern und unterstützen. Vor allem jungen Erwachsenen aus schwierigen Verhältnissen wollen wir gangbare Brücken in den ersten Arbeitsmarkt bauen. Mit der Assistierten Ausbildung haben wir hier bereits einen wichtigen Schritt getan. Ab August tritt das neue Programm in Kraft. Mit der Assistierten Ausbildung wollen wir sozial benachteiligten der lernbeeinträchtigten Jugendlichen ein neues Förderinstrument an die Hand geben. Sie werden während ihrer Ausbildung von sozialpädagogisch geschulten Assistenten unterstützt und in die Betriebe begleitet. Die Assistenten stehen bei Bedarf auch den Arbeitgebern zur Seite. In Gesprächen mit Unternehmern hat sich gezeigt, dass auch von Arbeitgeberseite ein großes Interesse bezüglich der Assistierten Ausbildung besteht. Neben dem neuen Instrument haben wir außerdem das bewährte Instrument der ausbildungsbegleitenden Hilfen gestärkt. Künftig erhalten alle jungen Menschen Unterstützung bei der Aufnahme einer Berufsausbildung bis hin zum erfolgreichen Abschluss, sofern sie diese benötigen.

 

Auch Flüchtlinge müssen wir stärker bei der Jobsuche unterstützen und zügig in den Arbeitsmarkt integrieren. Viele von ihnen sind gut ausgebildet und könnten dem Fachkräftemangel entgegenwirken. Einen ersten Schritt in Richtung Arbeitsmarktintegration haben wir mit der Verkürzung der Wartefrist für die Arbeitserlaubnis von neun auf drei Monate bereits getan. Jetzt geht es darum, spezielle Einstiegsprogramme für Flüchtlinge in Unternehmen anzubieten und die Bearbeitungszeit für Asylanträge zu verkürzen, denn durch die langen Bearbeitungszeiten sind viele Flüchtlinge oft jahrelang zu Untätigkeit gezwungen. Wir haben das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) daher mit zusätzlich 1400 Stellen ausgestattet, um die Anträge schneller bearbeiten zu können.

 

Wir als Union wollen den Arbeitsmarkt weiter voranbringen. Ziel ist und bleibt dabei das Wohl der Menschen und ihre Chancen für und auf dem Arbeitsmarkt.“

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