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Neue Herausforderungen bringen neue Chancen

10.09.2015
Schiewerling

Neue Herausforderungen, neue Wege, neue Chancen – mit diesem Dreiklang will die Union im Haushalt 2016 den veränderten Anforderungen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik Rechnung tragen. Großes Ziel dabei ist es: Die bisherigen Aufgabenstellungen der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik dürfen weder aus den Augen noch aus konkreter Handlung verloren gehen, nur weil ein neues, großes Themenfelder wie die Flüchtlingsproblematik hinzugekommen ist. Kurzum: Wir müssen das Bisherige fortsetzen und das Neue mit schultern! Kernbereich ist die Integration in den Arbeitsmarkt. Menschen müssen sich selbst eine eigene Lebensperspektive aufbauen können. Dazu müssen wir sie befähigen, fit machen, die Voraussetzungen schaffen. Das gilt genauso für die große Zahl von Kindern und Jugendlichen von hier, die aus schwierigen sozialen Verhältnissen kommen, wie auch für die große Zahl der Flüchtlinge. Keine der Gruppen ist wichtiger als die andere.

 

Beispiel 1: RESPEKT – Genau so heißt das Projekt, für das die Bundesregierung ab Oktober eine Pilotphase starten wird. Ziel des Programms: Jugendliche, die in einem Umfeld von Erwerbslosigkeit aufwachsen zurückzuholen – in Bildungsprozesse, Ausbildung und letztendlich in Arbeit. Viele dieser Jugendlichen übernehmen die vorgelebte Umwelt im familiären Umfeld als eigene Lebensperspektive. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen ist gering und die Aufnahme einer Ausbildung für viele nicht reizvoll. Wir wollen mit RESPEKT direkt bei diesen jungen Menschen ansetzen. Unser Ziel ist es dabei, ein Hilfsangebot aufzubauen, in dem persönlich geprägte, langfristige Beziehungen zu den jungen Menschen entstehen. So soll Vertrauen und Sicherheit schaffen und einen kontinuierlichen und nachhaltigen Weg in Ausbildung und Arbeit ebnen. Die vorhandenen öffentlichen Unterstützungsangebote erreichen diese Jugendlichen meist gar nicht mehr. Sie sind aber Teil unserer Gesellschaft. Wir dürfen diese Jugendlich nicht einfach zurücklassen. Sie brauchen besondere Unterstützung im Hinblick auf den Zugang zu Bildung und die Integration in Schule, Ausbildung und Berufstätigkeit. Die jungen Erwachsenen sollen gezielt angesprochen. Sie sollen wieder Zugangsmöglichkeiten zum Ausbildungs- und Arbeitsmarkt finden. Aus diesem Grund sind auch die Jobcenter und Arbeitsagenturen in das Programm eingebunden.

 

Beispiel 2: Arbeitsmarktpolitische Instrumente. Wir müssen gerade Langzeitarbeitslosen noch effektive den Weg aus den Arbeitsmarkt - gerade gerade weil dieser Arbeitsmarkt so stabil und aufnahmefähig ist. Die Arbeitsmarktpolitischen Instrumenten sollen weiterentwickelt werden, um Langzeitarbeitslose passgenauer und schneller vermitteln zu können. Dabei sollen die Fähigkeiten und Fertigkeiten des betroffenen Menschen im Vordergrund und im Fokus der Förderung und weniger der mühsame Ausgleich von eventuellen Defiziten stehen.

 

Beispiel 3: Integration von Flüchtlingen am Arbeitsmarkt. Diejenigen mit dauerhafter Duldung oder Bleiberecht müssen eine Perspektive in unserem Land bekommen. Eine Willkommenskultur muss daher auch von der Wirtschaft vorgelebt werden. Wir haben in bestimmten Branchen Fachkräftemangel und auch der demografische Wandel macht sich auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Gut qualifizierte Flüchtlinge können diese Lücken ein Stück weit schließen. In der Zuwanderung steckt daher auch Potential für den deutschen Arbeitsmarkt.

 

Beispiel 4: Wir dürfen gerade jetzt nicht vergessen, was in späteren Jahren notwendig ist, beispielsweise bei der Altersvorsorge. Die Menschen müssen schon heute mit einem Blick sehen können, was sie später im Ruhestand wirklich netto in der Tasche haben – Monat für Monat. Zielsetzung: Die drei Säulen der Altersvorsorge - Gesetzliche Rentenversicherung, betriebliche und private Altersvorsorge - müssen für die Menschen mit einem Blick erfassbar und bewertbar werden. Hier ist wesentlich mehr Transparenz gefragt. Nur so haben Arbeitnehmer während der Erwerbsphase eine Chance, einen realistischere Einschätzung über ihre zukünftige Absicherung im Alter zu bekommen.“

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