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„Wir brauchen Gedenkorte, denn sie sind gleichzeitig auch Lernorte“

15.05.2017
Botschafter Smbatyan in Nottuln

Berlin/Nottuln Auf Einladung des Bundestagsabgeordneten Karl Schiewerling ist Armeniens Botschafter Ashot Smbatyan jetzt zu einem Gespräch nach Nottuln gekommen. Gemeinsam mit Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr, dem CDU-Kreisvorsitzenden und Bundestagskandidaten Marc Henrichmann und dem stellvertretenden Generalvikar des Bistums Münster, Dr. Jochen Reidegeld, sprachen Schiewerling und Smbatyan über den Genozid des Osmanischen Reiches an mehr als 1,5 Millionen Armeniern.

 

Die vom Deutschen Bundestag verabschiedete Armenien-Resolution sei ein wichtiges Zeichen, lobte Botschafter Smbatyan. Das Wichtigste an der Resolution sei die Forderung nach einer stärkeren Thematisierung des Völkermoders auch in deutschen Bildungseinrichtungen und in der Öffentlichkeit. „Wir brauchen Gedenkorte, denn sie sind gleichzeitig auch Lernorte“, so Smbatyan.

 

Auch im Kreis Coesfeld könnte es bald solche Lern- und Gedenkorte geben. „Ich denke da vor allem auch an Patenschaften mit armenischen Schulen“, so Landrat Schulze Pellengahr. „Auch Kooperationen zwischen theologischen Fakultäten und Europaschulen wären eine gute Sache“, sagte Dr. Jochen Reidegeld, der stellvertretende Generalvikar des Bistums Münster.

 

„Armenien ist eine Wiege des Christentums und hat eine sehr starke kulturelle Identität. Indem wir auch hier bei uns verstärkt über den Völkermord an den vielen Armeniern im ersten Weltkrieg aufklären, sensibilisieren wir und zeigen zudem nachhaltige Solidarität mit verfolgten Christen“, betonte MdB Karl Schiewerling.

 

Er war selbst vor einigen Monaten in Armenien, um auch vor Ort über die deutsch/armenischen Beziehungen zu sprechen. Gespräche mit Präsident Sersch Sargsjan und kirchlichen Vertretern wie Erzbischof Nathan Hovhannision standen auf dem Plan. „Ein tolles Ergebnis unseres Besuches ist, dass Armenien nun ein Goethe-Institut und eine Außenstelle der Konrad-Adenauer-Stiftung bekommt. Der Austausch soll ja schließlich auch in beide Richtungen laufen“, so Schiewerling.

 

Hintergrund:

 

Im Juni 2016 hatte der Bundestag die ab 1915 im damaligen Osmanischen Reich an den Armeniern begangenen Massaker als Völkermord eingeordnet. Er verabschiedete daraufhin die Resolution mit dem Titel „Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916“. In der Resolution heißt es: Der Bundestag bedauert die unrühmliche Rolle des Deutschen Reiches, das als militärischer Hauptverbündeter des Osmanischen Reichs trotz eindeutiger Informationen auch von Seiten deutscher Diplomaten und Missionare über die organisierte Vertreibung und Vernichtung der Armenier nicht versucht hat, diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu stoppen.

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